Vize-Schweizermeister 2019

Zum zweiten Mal nach 2016 bin ich mit meinem Team Vize-Schweizermeister. Im international stark besetzten Feld des Swiss Cups belegen wir den ebenfalls starken dritten Rang.

Die Meisterschaft war hervorragend organisiert und das Wetter hat sich auf die Fahrten hin von seiner besten Seite präsentiert. Die Gegend um Willisau hat selektive Bedingungen produziert und sowohl Frustration als auch Hochgefühle ermöglicht. Insgesamt sind wir zufrieden mit den Resultaten, auch wenn wir Stefan Zeberli gerne mehr gefordert hätten. Im Swiss Cup belegt Ivan Ayala den zweiten Rang, in der Schweizer Meisterschaft überholt Marc Blaser in der letzten Fahrt René Erni und holt sich Bronze.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die unser Abenteuer hier verfolgt und mitgefiebert haben und an meine Crew, die mir in jeder Situation den Rücken freigehalten hat. Wir sind bereit für weitere Aufgaben. Vielen Dank auch für die vielen Glückwünsche am Samstag. So macht älter werden Spass 🙂

SMHL 7. Fahrt

Zur letzten Fahrt gab es noch zwei kurze Tasks, damit die Auswertung bis zur Siegerehrung auch sicher abgeschlossen ist. Ein Gordon Bennett Memorial auf dem gemeinsamen Startplatz und ein HWZ mit zwei möglichen Zielen.

Beim GBM galt es den Marker in eines von zwei dreieckigen Wertungsgebieten, möglichst nahe am Zielkreuz zu platzieren. Leider war ich etwas zu beschäftigt um zu fotografieren, das Schema auf dem Tasksheet kommt der Realität aber nahe. Bei meiner Anfahrt lagen viele Marker bereits sehr gut. Eine letzte Korrektur auf ca. 50 Metern über Grund ermöglichte mir ein Absinken genau an der richtigen Stelle. Leider habe ich den Ballon etwas überheizt und musste in einem leichten Steigen markern, was eine perfekte Ablage schwierig machte, eine annähernd perfekte sollte hier aber ausreichen 😉

Beim HWZ hatte ich die Unterstützung von gleich drei Bodenteams, bewaffnet mit ihren Heliumballonen. Die Ablage von rund zehn Metern ist schwierig einzuschätzen, da die meisten Ballone das andere Ziel anfuhren.

Vor der Fahrt lagen wir auf dem dritten Gesamtrang und dem zweiten Rang in der Schweizer Meisterschaft. Stefan Zeberli ist der der siebte Titel in Folge bereits jetzt sicher. Ein weiterer hochverdienter Titel, er hat einmal mehr bewiesen, dass er klar der beste Ballonpilot der Schweiz ist.

Heute findet übrigens in Willisau das 100. Luzerner Kantonale Schwingfest statt. Es werden über 10’000 Zuschauer erwartet. Leider zieht der Ballonsport nicht ganz so viele Menschen an.

SMHL 6. Fahrt

JDG und HWZ vom gemeinsamen Startplatz gab es heute Abend. Trotz zwei schlechten Resultaten konnten wir nach der Fahrt noch anstossen. Auch langes kämpfen und warten auf den Bergwind hat sich nicht ausgezahlt. Morgen gibts noch die letzte Fahrt und dann wird abgerechnet…

SMHL 5. Fahrt

HWZ, CRT (Zielanfahrt mit Zeitfenster), ELB und FON waren heute die Aufgaben.

Beim HWZ sank ich zu früh ab und markerte nur noch knapp in die MMA. Leider gibts dafür nicht sehr viele Punkte. Vor dem CRT bremsten die meisten Ballone ab, weil Marker in der MMA nur während den jeweils ersten 15 Minuten jeder halben Stunde gültig waren. Das führte dazu, dass kurz nach 07.00 Uhr der Grossteil des Feldes auf das Ziel zusteuerte. Ich machte mir ein kleines Geburtstagsgeschenk und markerte zum ersten Mal in meiner Ballonfahr-Karriere auf 0cm. Ein Video aus Sicht meiner Crew gibt es hier.

Danach fuhren wir möglichst nach Nordosten für den ersten Schenkel des Ellbogens. Bis dahin waren die Winde definierter und angenehmer zu steuern als an den ersten beiden Morgen. Während der zweiten Hälfte des ersten Schenkels schlief der Wind komplett ein und ich musste ein sehr gutes Resultat aufgeben um noch das FON fahren zu können. Dieses gelang dann bei über 20km/h und 3km Deklarationsdistanz mit rund 30 Metern Ablage nicht schlecht. Wir werden sehen was die Auswertung bringt.

SMHL 4. Fahrt

Eine Aufgabe vom gemeinsamen Startplatz gab es heute Abend. Ein HWZ auf zwei mögliche Ziele, wobei eines beim Zusatzbriefing ersetzt wurde. Das neue, südlicher liegende Ziel war dann auch für viele Ballone erreichbar. Ich musste höher steigen als gewollt um genügend nach rechts zu korrigieren. Unten im Tal drehte es deutlich nach links, was ich dank hervorragenden Informationen meiner unentbehrlichen Bodencrew wusste und antizipieren konnte. Ein beherzter Abstieg liess einen Gravity Drop auf etwas mehr als zwei Meter zu. Ein sehr gutes Resultat. Nach heute Morgen liegen wir auf dem fünften Gesamtrang, der Druck von hinten ist aber gross.